Besserung im Angesicht des Schweisses

Nun ist es bereits fast ein Monat her, seit wir nach Mexiko zurück gekehrt sind. Bisher haben die ganzen Naturheilmittel nichts gebraucht. Die Schmerzen meiner Frau sind stetig noch stärker geworden. Inzwischen haben wir einen Allgemeinmediziner besucht. Dies bedeutet täglich Spritzen. Aber es wirkt. Meine Frau fühlt sich schon deutlich besser. Auch kann sie wieder besser atmen.

Allerdings bleibt etwas: Der nächtliche Schweiss. In den vergangen Nächten war es sogar so stark wie noch nie zuvor. Der Arzt meint, es hange mit der Lunge zusammen. Schweiss ist aber auch häufig ein Symptom für Krebs. So oder so kann man wahrscheinlich sagen: Der Körper kämpft. Mehrmals täglich muss meine Frau deshalb in der Nacht das Bettzeug und das Pyjama wechseln. Sie sind völlig durchgeschwitzt.

Das brutale Warten

Tick, tack, tick, tack – die Zeit läuft unaufhaltsam ab. Im Normalfall kümmert einem dies ja nicht. Man hat genügend Zeit um seine Zeit zu vertrödeln. Jeder weiss zwar, dass irgendwann fertig ist, den Löffel abgibt. Aber als 40-Jähriger ist das noch weit weg. Irgendwann in 40 Jahren oder so.
Aber was ist, wenn die Zeit einem durch die Finger rinnt. Man weiss zwar nicht genau, wann das Ende kommt. Es kommt aber bald. Es geht nicht mehr um Jahrzehnte. Es geht um Monate, vielleicht auch nur noch Tage.

Soll man jeden Tag doppelt so bewusst leben? Dinge nachholen, die man meint verpasst zu haben? Oder verdrängt man einfach alles? Meine Frau Lucero macht von allem irgendwie alles. Immer wieder wird sie sich bewusst, dass sie bald stirbt. Dann gibt es wieder Zeiten in denen sie einfach alles verdrängt.

Und was soll man als Angehöriger davon halten? Ich glaube inzwischen, dass ich einfach meine Frau unterstützen muss. Lange habe ich immer wieder versucht sie mit der Realität zu konfrontieren.


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